So installieren Sie die Einbruchsensoren richtig

Hat man sich erst mal eine Alarmanlage gekauft, geht es an die Installation. Hierbei müssen die Einbruchsensoren am den kritischen Stellen im Haus angebracht werden.Aber wo installiert man die Sensoren für den bestmöglichen Schutz?

Diese und weitere Fragen beantworten wir im folgenden Artikel.

Einbruchsensor installieren
Die richtige Positionierung der Einbruchmelder ist enorm wichtig

Fenster und Türen: welche welche sollte man sichern?

Schwerpunkt Erdgeschoss

Im ersten Schritt empfiehlt es sich einmal mit kritischem Blick ums eigene Haus zu laufen. Dabei fallen einem eher die kritischen Öffnungen auf, über welche sich Einbrecher Zugang verschaffen können. Eine effektive Außenhautüberwachung aufzubauen sollte das Ziel sein.

Vor allem die Türen und Fenster im Erdgeschoss sowie Kellerfenster sind eine willkommener Einstiegspunkt. Prinzipiell ist jede Türe und jedes Fenster gefährdet, wobei die Außenöffnungen im Vordergrund stehen. Ob eine Zimmertür überwacht werden soll hängt davon ab, ob sich dahinter besondere Wertsachen befinden.

Auch obere Etagen sind gefährdet

Zudem können Fenster und Balkontüren im ersten Stock eine Gefährdung sein, gerade wenn man leicht über umliegende Bäume oder ein langes Dach leicht den oberen Stock erreicht.

Professionelle Einbrecher gehen beim Einbruch berechnend vor. Sie schätzen ab, mit welchem Risiko sie entdeckt werden und welcher Aufwand mit einer bestimmten Einbruchstrategie verbunden ist.

Der Zugang übers Dach oder obere Stockwerke kann für Einbrecher interessant sein, wenn ihr Versuch von außen nicht erkannt werden kann, etwa weil Bäume oder Hecken die Sicht verdecken.

Haus mit Garage
Bei diesem Haus sind die Fenster von der Hecke verdeckt — ideal für Einbrecher

Montage der Einbruchsensoren

Fensterkontakte

Die Fensterkontakte kann man auf zwei Arten montieren: Entweder an der Rahmenseite oder an der unteren Fensterkante. Die Position an der Unterseite hat den Vorteil, dass das Fenster zum Lüften gekippt werden kann ohne dass der Alarm angeht. Wir empfehlen diese Variante allerdings nicht, weil sie weniger Sicherheit bietet.

Fensterkontakt

Die Einbruchmelder müssen richtig fest sitzen um Fehlalarme zu vermeiden. Sie werden üblicherweise mit Doppelklebeband am Untergrund befestigt. Dieses bekommt mit seiner Alarmanlage mitgeliefert.

Ein weiterer Punkt ist der Abstand zwischen Magnet und Sender, also den beiden Bauteilen eines Fenstersensors. Es gibt gewisse Maximalabstände, die eingehalten werden müssen. In der Regel sind sogar Abstände von 1 cm und mehr möglich. Sind die Sender und Magnet zu weit voneinander entfernt, löst der Kontakt beim Öffnen nicht aus.

Tipp: Wenn Sie den Sender und den Magneten mit etwas Abstand aneinander vorbeibewegen, hören Sie ein leises Klicken. Dieses deutet darauf hin, dass der Fenstersensor ein Öffnen korrekt erkennt. So können Sie leicht prüfen, ob Sender und Magnet auch bei größerem Abstand einwandfrei zusammenspielen.
Fenstermelder
Fenstermelder mit Sender (oben) und Magnet (unten)

Bewegungsmelder zur Innenraum-Überwachung

Bewegungsmelder sind ein weiteres Instrument zur Einbruchüberwachung. Sie dienen der Überwachung von Räumen und Durchgängen.

Grundlegendes über Bewegungsmelder

Besonders gründlich muss man bei der Installation vorgehen. Der Infrarot-Empfänger eines Bewegungsmelders reagiert empfindlich auf alles, was sich bewegt. Leider eben nicht nur auf Einbrecher. Selbst ein starkes Gewitter mit Regenschauer kann im ungünstigen Fall den Bewegungsmelder auslösen.

Welche Bereiche man überwachen sollte

Wo ein Bewegungsmelder Sinn macht, hängt sehr von der Bauweise des Hauses ab. Prüfen sollte man folgende Bereiche:

  • Wohnzimmer
  • Flur-Bereiche (insbesondere vor dem Schlafzimmer)
  • Keller und Kellertreppe
  • Garage
  • Durchgänge von der Garage ins Haus
  • Wintergarten

Die Einbrecher abzufangen, selbst wenn sie sich unerkannt — sprich: ohne Alarm-Auslösung an einer Tür oder einem Fenster — Zugang zum Haus verschafft haben: Das ist die Funktion von Bewegungsmeldern. Besonders sinnvoll sind Durchgangsbereiche, weil man so mit einem Bewegungsmelder den Einstieg über angrenzende Räume überwachen kann.

Natürlich müssen nicht alle Innenbereiche überwacht werden. Primär geht es um Bereiche, welche Zugang zu Ihren Wertsachen ermöglichen: Zu Bargeldbeständen, Autos, Schmuck, Hauselektronik, Dokumenten und anderem.

Wie man aus aktuellen Pressemeldungen weiß, werden Einbrecher immer dreister. Sie schrecken auch vor einem Einstieg übers Dach nicht zurück und schlagen Löcher in die Dach-Abdeckung. Machen Sie es den Einbrechern daher nicht zu leicht, und installieren Sie auch im oberen Stock einen Bewegungsmelder.

Wo man Bewegungsmelder nicht installieren sollte

Bewegungsmelder brauchen ein großes Erfassungsfeld, um effektiv Bewegung erkennen zu können. Vermeiden sollte man daher enge Bereiche. Weiterhin sollten folgende Orte vermieden werden:

Direkt gegenüber Fenstern

Wechselhaftes Wetter und sich verändernde Sonneneinstrahlung können den Sensor auslösen. Zudem arbeiten Bewegungsmelder am besten, wenn sich das Objekt quer an ihnen vorbei bewegt und nicht direkt auf sie zu.

In der Nähe von Wärmequellen

Als wärmeempfindliches Bauteil reagieren Bewegungssensoren empfindlich auf alle Arten von Wärmezufuhr, sei es durch Heizungen, Lüfter oder durch Lichteinstrahlung.

Direkt gegenüber von Türen

Bewegungsmelder und speziell passive Infrarotmelder PIR-Melder) reagieren auf die Veränderung der Raumtemperatur sowie auf Infrarot-Strahlung. Für eine zuverlässige Erkennung von Einbrechern brauchen Sie ein großes Erfassungsfeld. Bewegung direkt vor dem Melder führt nur zu einer geringen Änderung der Messwerte und löst eventuell keinen Alarm aus.

Der ideale Montageort für Bewegungsmelder

Ideal ist die Montage in einer der oben Ecken des Raumes. So hat der Bewegungsmelder freie Sicht und wird nicht durch Möbel oder sonstige Gegenstände gestört.

Bewegungsmelder
Der optimale Ort für einen Bewegungsmelder
Tipp: Fügen Sie die Bewegungsmelder in Ihre vorhandene Wand- und Zimmerdekoration ein. So kann er nicht so leicht von Einbrechern erkannt werden. Bei der Dekoration kann es sich um Fotos, Bücherregale und andere Gegenstände handeln.

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