Wie man Fehlalarme erfolgreich vermeidet

Das Auftreten von Fehlalarmen gehört zu den unschönen Momenten für Besitzer von Hausalarmanlagen*.

Es ist schließlich kein Spaß von einer 130 Dezibel lauten Sirene beschallt zu werden. Wurde der Fehlalarm zudem nicht durch eigenes Fehlverhalten verursacht sondern durch einen technischen Mangel, verliert man das Vertrauen in sein System.

Warum Fehlalarme ganz normal sind

Trotzdem lassen sich Fehlalarme in der Praxis kaum vermeiden. Selbst bei professionell eingerichteten Einbruch-Meldeanlagen verbleibt immer noch ein unkalkulierbaren Faktor: der Faktor Mensch.

Wir sind nun mal keine Maschinen und bewegen uns so im Haus, wie wir es gewohnt sind. Gerade nach Einbau eines Alarmsystems kann es daher passieren, dass man selbst den Alarm auslöst.

Machen Sie sich deswegen keine Sorgen – es ist ganz normal. Viel wichtiger ist es zu wissen, wie man sich bei einem Fehlalarm zu verhalten hat und wie die Alarmanlage wieder ausgeschaltet wird.

Wissen was bei einem Fehlalarm zu tun ist

Technisch gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen einem richtigen Alarm und einem Fehlalarm. In beiden Fällen wird die Alarmkette gestartet weil das Überwachungssystem ein verdächtiges Verhalten wahrnimmt. Nur sind bei einem Fehlalarm in der Regel wir selbst die „Übeltäter“. Umso wichtiger ist es, den Ablauf nach einem Fehlalarm zu kennen.

Mehrere Dinge sind hierbei zu berücksichtigen. Als erstes muss man wissen, wie die Alarmanlage* wieder ausgeschaltet werden kann. Hierbei allein auf die Bedienungsanleitung zu vertrauen macht jedoch keinen Sinn. Diese wird man im Fall der Fälle ohnehin nicht griffbereit haben.

Am besten ist es, den Deaktivierungs-Vorgang mit den betroffenen Personen vorher gründlich einzuüben. Dann kann er im Notfall ohne großes Nachdenken durchgeführt werden kann.

Wer eine automatische Anruffunktion (oder SMS) an Verwandte oder Freunde einprogrammiert hat, muss diese Leute schleunigst anrufen und ihnen Entwarnung geben. Falls man einen Wachdienst beauftragt hat, muss dieser ebenfalls sofort über den Fehlalarm in Kenntnis gesetzt werden. Sonst kann es teuer werden.

Mögliche Ursachen für Fehlalarme und Lösungen

Kommen wir nun zu einigen häufigen Gründen für ungewollte Alarme.

Dass man vergisst das Alarmsystem* nach Betreten des Hauses auszuschalten passiert inbesondere nach der Einrichtungsphase häufiger, gerade wenn es keine akustische Warnung durch die Steuereinheit gibt.

Um das Ausschalten nicht zu vergessen kann man im Hausflur einen kleinen Hinweis anbringen, der einen daran erinnert. Zum Ausschalten muss man in der Regel eine PIN eingeben. Manche Alarmanlagen können auch über einen persönlichen RFID-Chip scharf- und unscharf geschaltet werden.

Auch schlecht montierte Alarmmelder an Türen und Fenstern können zum Problem werden. Geraten sie mit der Zeit aus ihrer vorgesehenen Montage-Position, wird unter Umständen der Magnetkontakt unterbrochen. Bei eingeschalteter Alarmanlage führt dies unmittelbar zur Alarmauslösung. Prüfen Sie deswegen mehrmals im Jahr, ob alle Einbruchmelder noch fest sitzen (vorher die Alarmanlagen ausschalten!).

Haustiere können ebenfalls für Fehlalarme verantwortlich sein. Bewegt sich die Katze im Wohnzimmer und wird vom Bewegungsmelder erkannt, ist es schnell aus mit der Ruhe. Damit sowas nicht passiert lässt man am besten Bewegungsmelder komplett weg.

Eine andere Lösung ist die Verwendung von haustierfreundlichen Bewegungsmeldern. Diese reagieren nur auf größere Objekte und lösen bei kleineren Tieren nicht aus. Man hat aber keine Garantie, dass solche Melder 100% sicher funktionieren.

Weitere interessante Informationen zum Thema

Berichte über Alarmanlagen und Alarmanlagen-Vergleich