Überwachungskamera fürs Haus: Alles Wissenswerte von A-Z (mit Angeboten)

Überwachungskamera
Überwachungskamera fürs Haus

Mit einer Überwachungskamera* lassen sich automatisch alle wichtigen Bereiche im und ums Haus überwachen.

Doch wie findet man überhaupt eine gute Überwachungskamera? Und worauf gilt es zu achten?

Das und mehr erfahren Sie in unserem Produktratgeber. Dort nennen wir Ihnen auch empfehlenswerte Kamera-Modelle.

Überwachungskameras: Funktionsweise kurz erklärt

Eine Überwachungskamera ist im Prinzip eine fest montierte Videokamera. Sie lässt sich schwenken und erzeugt Video- und Standbilder. Die Aufnahme kann dauerhaft als Live-Stream erfolgen oder ereignisgesteuert. Ereignisgesteuert bedeutet, dass die Aufnahme automatisch gestartet wird wenn z.B. eine Person ins Sichtfeld läuft.

Als Nutzer kann man das Video- und Bildmaterial über eine App oder eine sonstige Software einsehen. Weiterhin bieten Überwachungskameras verschiedene Speichermöglichkeiten an:

  • Speicherung auf Speicherkarte
  • Speicherung auf Festplattenrekorder
  • FTP-Upload bzw. Cloud-Speicherung

Moderne IP-Kameras haben zudem eine Benachrichtigungsfunktion. Läuft jemand ins Sichtfeld Ihrer Kamera, erhalten Sie eine Benachrichtigung per eMail und können sofort aktuelles Bildmaterial einsehen.

Was man zum Betrieb braucht

Die technischen Voraussetzungen zur Installation einer Überwachungskamera* sind nicht groß. Manche Kameras arbeiten über WLAN und erfordern daher einen WLAN-Router (Fritzbox oder ähnlich). Andere Kameras werden direkt über ein Netzwerkkabel an Ihr Heimnetz angebunden.

Ein weitere Punkt betrifft die Stromversorgung. Es gibt Kameras mit Akku-Strombetrieb und solche, die man direkt ans Stromnetz anschließen muss.

Ausstattungsmerkmale und Modellunterschiede

Wer eine Überwachungskamera kaufen will findet sich einem riesigen Angebot gegenüber. Die Kameras unterscheiden sich stark in ihrer technischen Ausstattung, der Bedienung und natürlich in der Qualität.

Hier haben wir die wichtigsten Produktmerkmale aufgegriffen. So können Sie sich Ihre passende Kamera „herausfiltern“.

Outdoor-fähig: Nicht jedes Modell ist für den Außeneinsatz geeignet. Sofern Sie die Überwachungskamera außen einsetzen wollen, müssen Sie ein Modell mit IP-Schutzart 66 kaufen („IP66“). Einer solchen Kamera können Wind und Wetter nichts anhaben.

Aufzeichnungsfunktion: Sie werden Ihr Bild- und Videomaterial wahrscheinlich aufzeichnen wollen. Die Frage ist nur, wo es gespeichert werden soll? Auf einer SD-Karte? Einem Rekorder? Oder vielleicht im Netz? Sie entscheiden das mit der Auswahl eines entsprechenden Geräts.

Blickwinkel: Jede Überwachungskamera hat einen eigenen Einstellbereich. Je nachdem wo Sie die Kamera montieren und welcher Bereich überwacht werden soll, muss darauf geachtet werden, dass die Kamera entsprechend ausgerichtet werden kann.

Einstellbare Bereiche: Gute Kameras erlauben die Festlegung des Überwachungsbereichs. Angenommen Sie wollen nur die Fensterbereiche überwachen, aber nicht die sonstige Umgebung. Dann können Sie in Ihrer Kamera den Bereich auswählen, welcher auf verdächtige Bewegung überwacht werden soll. So vermeiden Sie lästige Fehlalarme und eine unnötige höhe Bilderproduktion.

Auf diese Weise können auch öffentliche Bereiche von der Überwachung ausgeblendet werden.

Sichtweite und Bildqualität: Die Bildqualität muss den Erfordernissen genügen, aber sie muss nicht perfekt sein. HD-Qualität wie bei einem modernen Smartphone erreichen Überwachungskameras meist nicht. Viel wichtiger ist die Bildqualität bei Nacht.

Optischer Zoom: Insbesondere bei einem größeren Beobachtungsbereich empfiehlt sich eine Kamera mit optischem Zoom. So können auffällige Personen oder Objekte genauer beobachtet werden.

Software / Benutzerschnittstelle: Jede Überwachungskamera bringt ihre spezielle Software mit. Manchmal muss die Software auf dem Rechner installiert werden. In anderen Fällen wird eine Web-Oberfläche oder eine App zur Steuerung der Kamera und zum Anzeigen des Bildmaterials angeboten. Wählen Sie eine für Ihre Zwecke praktische Lösung.

Video oder nur Standbild: Manche Kameras können nur Standbilder schießen, während andere sowohl bewegte wie Standbilder bereitstellen. Eine gute Überwachungskamera sollte beides können.

Bewegungserkennung: Viele Kameras besitzen einen integrierten Bewegungsmelder, welcher die Bild- und Video-Aufzeichnung automatisch im Verdachtsfall startet. Dadurch spart man natürlich viel Speicherplatz, weil nicht ständig Mediendaten abgelegt werden müssen. Zudem kann man sich automatisch per eMail benachrichtigen lassen, wenn die Kamera auffällige Bewegungen im Erfassungsbereich wahrnimmt.

Überwachungskamera mit Bewegungserkennung
Überwachungskamera mit Bewegungserkennung

Aktuelle Empfehlungen und Bestseller

Im Folgenden haben wir einige bewährte Überwachungskameras* ausgesucht. Welche für Sie die richtige ist, hängt natürlich davon ab, wofür Sie die Kamera einsetzen wollen

INSTAR IN-5907HD: Top-Außenkamera

INSTAR ist ein deutscher Hersteller mit einem guten Ruf. Diese hochwertige Überwachungskamera für Außen beherrscht Infrarot-Nachtsicht und Bewegungserkennung. Bilder und Videos können auf einer SD-Karte, einem FTP-Server oder auf einer Website gespeichert werden. Der Betrieb ist sowohl mit WLAN wie LAN möglich. Inklusive Netzstrom-Anschluss und Wandhalterung.

HiKam A7 IP-Kamera: Günstige Außenkamera

Günstige IP-Kamera für den Außenbereich mit Bewegungserkennung und automatischer Benachrichtigung bei Bewegung. Sie ist aktuell ein Bestseller auf Amazon, obwohl man einige Abstriche machen muss. So sind die Einstellungsmöglichkeiten begrenzt, und so richtig gut funktioniert die Kamera nur in SD-Qualität (aber HD braucht man nicht unbedingt). (ONVIF-kompatibel).

INSTAR IN-6014HD: Top-Innenkamera

Leistungsstarke IP-Kamera für den Innenbereich vom deutschen Hersteller INSTAR. Mit Infrarot-Nachtsicht und Bewegungserkennung. Aufnahme auf SD-Karte, einen FTP-Server oder eine Website möglich. Mithilfe der App können Sie Ihren Wohnbereich bequem aus dem Urlaub beobachten. Auf Wunsch erfolgt eine Benachrichtigung per Email, wenn die Kamera verdächtige Bewegung erkennt (Push-Funktion).

HiKam Q7: Günstige IP-Kamera für drinnen

Beliebte Überwachungskamera zum Aufstellen für die Einbindung ins lokale WLAN. Mitgeliefert wird auch eine Smartphone App zur Anzeige der aktuellen Bilder und Videos, deren Bildqualität recht gut ist. Für private Zwecke eine vielversprechende Kamera zum günstigen Preis.

Tipps zum Kauf

Montageort klären: Überlegen Sie vor dem Kauf, wo Ihre Kamera montiert werden soll. Besonders die Außen-Installation sollte vorher gut geplant werden. So muss man die Stromzufuhr und ein Netzwerkkabel durch die Hauswand bereitstellen. Außerdem muss die Kamera auf den gewünschten Erfassungsbereich einstellbar sein. Achten Sie auf die Schwenk- und Kipp-Eigenschaften des Geräts.

Qualität der Software: Manche Hersteller schlampen bei der Software und machen dadurch die Bedienung unnötig kompliziert. Es ist ratsam die Kundenrezensionen zu lesen um zu erfahren, wie zufrieden bisherige Kunden mit ihrer Überwachtungskamera sind.

Bildqualität: Eine Kamera mit mittelhoher Bildqualität (SD) und guten Nachtsicht-Eigenschaften ist besser als eine mit hoher Auflösung und schlechter Nachterkennung. Die Bildqualität schwankt je nach Modell von sehr schlecht bis sehr gut. Für mehr Geld bekommt man in der Regel auch eine bessere Bildqualität.

ONVIF: Damit Sie nicht so stark an den Hersteller gebunden sind, sollte die Kamera das ONVIF-Protokoll unterstützen.

Überwachungskamera
Überwachungskameras: Große Unterschiede bei Qualität und Ausstattung

Das ONVIF-Protokoll: Wobei es sich darum handelt und was es Ihnen nützt

Wie bei Elektronikgeräten generell ist auch bei Überwachungskameras die Kompatibilität ein Problem. In der Vergangenheit war es nicht ohne Weiteres möglich, eine IP-Kamera von einem Hersteller an den Festplattenrekorder eines anderen Herstellers anzuschließen (für die Bildaufzeichnung). Jedes Gerät sprach seine eigene Sprache.

Mit dem ONVIF-Protokoll haben mehrere Hersteller eine gemeinsame Kommunikations-Sprache für ihre Geräte entwickelt. Dadurch ist es leichter möglich, Geräte und auch die Software verschiedener Hersteller miteinander zu kombinieren.

Für Sie hat das den Vorteil, dass Sie weniger abhängig von einem Hersteller sind. Auch wenn ONVIF-kompatible Überwachungskameras teurer sind, ist deren Anschaffung sinnvoll.

Reichweite des Funksignals bei WLAN-Kameras

Bei Überwachungskameras mit WLAN-Anbindung* darf der Abstand zum Router nicht zu groß sein. Sonst kann es zu Abbrüchen des Funksignals kommen. Generell sollte der Abstand zwischen Router und Kamera nicht mehr als 10 Meter betragen. Mauern dämpfen zusätzlich das Übertragungssignal. Hierbei muss ggf. mit einem WLAN-Repeater das Signal verstärkt werden.

Weitere Informationen: